Tanger – Das Tor zu Afrika

Direkt an der Meerenge von Gibraltar, nur 30 km vom spanischen Festland entfernt, zwischen  Mittelmeer und Atlantik, fängt Afrika an. In Tanger, einer Hafenstadt im äußersten Norden Marokkos. Diese Stadt, mit Ihren rund 1 Mio. Einwohnern, umspielt meist eine frische Brise, die von vergangenen Zeiten und dem Zusammentreffen verschiedener Kulturen, erzählt. Malerisch schmiegt sie sich mit Ihren weißgetünchten Häusern an einen Hügel und heißt schon seit der Antike ihre Gäste herzlich willkommen.

Ein perfekter Tag in Tanger

Einen wunderschönen Ausblick auf den Hafen bis hinüber nach Europa, hat man im Cafe Hafa. Versteckt in einer Sackgasse, westlich der phönizischen Gräber (Tombeaux des Phéniciens) findet ihr den schönsten und wohl bekanntesten Aussichtspunkt der Stadt. Hier kann man auf einer der Terrassen bei einem klassischen Minztee gut gelaunt in den Tag starten.

Von hier aus ist sind es nur 10 Minuten Laufzeit bis zum Bab Kasbah, dem Tor zur Festung, die erhaben über der Stadt thront. Hier kann man wunderbar durch die Gassen schlendern und das historische Ambiente auf sich wirken lassen. Für alle die ein wenig mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchten, können wir das Kasbah Museum empfehlen. Allen anderen sei gesagt: Man kann in Tanger auch wunderbar shoppen!

Meine drei Lieblingsläden in Tanger

  • Las chicas (Place du Tabor): Superstylische Boutique, die vor allem exquisite Marokkanische Kaftans aus individuell gemusterten Stoffen und ausgewählte Einrichtungsgegenstände führt. Zum Laden gehört auch noch ein kleines Restaurant mit Terrasse! Da müsst Ihr unbedingt hin!
  • Laure Welfling’s boutique (3 Rue de la Kasbah): In diesem kleiner Laden direkt neben dem Kasbah-Museum, findet Ihr allerlei Boho-Chic! Von glamourösen Kleidern bis hin zu handbemalten Karamikplatten gibt es hier alles was das Herz begehrt!
  • Salima Abdel-Wahab (Rue Kichia): Der Showroom der ortsansässigen Modedesignerin ist kaum zu übersehen. Kunterbunt und im Ethnostyle lädt er ein, durch die neuesten Kreationen zu stöbern. Außergewöhnlich und mit Liebe zum Detail.

Aber was wäre ein Tag in einer marokkanischen Stadt ohne einen Gang durch die verwinkelten Gassen der Altstadt (Medina) und vor Allem durch die Souks? Das Menschengewirr und die Rufe der Marktschreier haben so gar nichts mit unserer aufgeräumten mitteleuropäischen Ordnung zu tun und muten zuerst einmal exotisch an. Und wahrscheinlich ist das auch nicht jedermanns Sache, aber ich persönlich liebe genau das! Ich könnte stundenlang durch die Gassen gehen und die Eindrücke einfach nur auf mich einprasseln lassen. An jeder Ecke gibt es etwas anderes zu Sehen, zu Riechen oder zu Schmecken. Und ich muss einfach immer wieder feststellen, dass die Marokkaner ein unglaublich freundliches und hilfsbereites Volk sind. Und so ist es kein Problem den Preis für meine neuen Babouches (Lederschlappen) mit Händen und Füßen zu verhandeln. Handeln müsst Ihr euch wirklich einfach trauen. Es ist nicht unverschämt gemeint, wenn dir der Verkäufer zuerst einen horrend hohen Preis nennt, nur um sich dann lächelnd und augenzwinkernd runterhandeln zu lassen. Je nach Summe dürft Ihr da auch gerne euer Talent für's Theatralische auspacken, das gehört durchaus zum guten Ton! Besonders schön fanden wir den Fischmarkt, in unmittelbarer Nähe zum Grand Socco. Versucht am besten euch einfach treiben zu lassen und in die Stadt einzutauchen.

Am anderen Ender der Medina, ganz im Süden befindet sich noch ein besonderes Schmuckstück: das American Legation Museum (8 Rue d'Amerique), das die jüngere Geschichte der Stadt und die Beziehungen zu Amerika beleuchtet und auch architektonisch sehr reizvoll ist.

Essen, Trinken, Inne Halten

  • El Morocco Club (Place du Tabor): Gemütlich im Schatten der Bäume inmitten der Kasbah Thé à la menthe schlürfen, einen Cocktail in der Piano Bar oder doch lieber was Richtiges Essen?
  • Hôtel Nord-Pinus (11 rue du Ryad Sultan):  ein besonders schön gestaltetes, gediegenes Haus inclusive atemberaubendem Ausblick auf's Meer
  • La Terrasse de Dar el Kasbah (14 rue de la Kasbah): idyllischer und begrünter Innenhof, der unter anderem auch vegane Speisen anbietet
  • Dar Lidam (Rue Dakakine Quartier Jnan Kabtane): Superleckere Salate und Tajines in chicem Ambiente

Und wo haben wir geschlafen? Das erfahrt ihr im nächsten Artikel, seid gespannt!

 

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